Frosch (Links)Walters KleingartenvereinFrosch (Rechts)
Logo
Historisches   
Vorstand   
Fotogalerie   
Lageplan   
Termine   
freie Gärten   
Garten-Tipps   
Gästebuch   
Links   
Startseite   
Kontakt   
Impressum   
Statistiken
Besucher gesamt: 5
User gerade online: 5
Seitenaufrufe: 119323

Besucherrekord
37 am 28.08.2009 - 23:41:23

Historisches

Anno 1979, in einem Jahre der DDR also, wo man einen Garten nur vererbt, als Parteimitglied oder durch Vitamin B bekam, wurde von der damaligen LPG „Fortschritt“ eine Landzunge rechts der F 180 in Altenhain an die Kommune abgegeben. Der Grund war die Unwirtschaftlichkeit (zu viele Steine im Boden) für die LPG. Da aber einmal landwirtschaftliche Nutzfläche auch wieder landwirtschaftlich genutzt werden musste, war die beste Lösung, diese unbrauchbaren Äcker der VKSK Flöha zur Nutzung und zur Vergabe als neue Gärten anzubieten. In Windeseile und durch Mundpropaganda fanden sich ca. 30 stadtflüchtige Familien mit der Absicht und Vision, auf diesem steinigen Boden eine kleine Oase zu errichten. Es fanden sich engagierten Gartenfreunde bzw. Gartenanwärter, die sich um die vielfältigen Auflagen und Aufgaben vor Beginn einer Gartenvergabe kümmerten. Es mussten Genehmigungen vom Bauamt, Vermessungs- und Gartenanlagepläne erstellt und eingeholt werden. Außerdem mussten von jedem Gartenanwärter 50 Stunden gemeinnützige Arbeit nachgewiesen werden, dies geschah durch gemeinsames Anlegen des Hauptweges und des Parkplatzes. Nachdem die letzte Hürde, nämlich die Abgabe des Bebauungsplanes und die damit verbundene „Genehmigung zur gärtnerischen Nutzung“ abgesegnet wurde, erfolgte am 03. 03. 1979 die offizielle Gründung der neuen Gartenanlage „Zur Erholung“ An diesem Tag bekam jeder Gartenanwärter per Los seine zukünftige Gartenparzelle zugeteilt. Die erste große gemeinsame Aktion war am Karfreitag 1979 die Einzäunung der gesamten Anlage. Nun konnte endlich mit der individuellen Bebauung der Parzellen begonnen werden. Und das geschah mit einem derartigen Enthusiasmus, Optimismus und Erfindungsreichtum bei der Beschaffung von Baumaterial, wie sie nur ein „gelernter DDR-Bürger“ nachvollziehen kann! Trotz aller damaligen Schwierigkeiten und Mangelzustände denken wir noch heute gern an so manche Aktion zurück und können mit Stolz das zeigen, was wir daraus gemacht haben. Aber bis zum stolzen Zeigen war ein harter – im wahrsten Sinne des Wortes – steiniger Weg! Denn neben der Errichtung der Lauben stellte sich die Bearbeitung des Bodens als tückisch heraus. Um jemals auch nur etwas aussähen zu können, hieß es: Einen Spatenstich machen – hinsetzen und per Hand Klettenwurzeln und Steine, Steine und nochmals Steine zu entfernen (die LPG wusste schon, warum sie das Land abgab). Erst im Jahr 1989 wurde Altenhain – und damit auch die Gartensparte - an das Trinkwassernetz angeschlossen. Bis dahin hatte der Ort (für uns heute nicht mehr vorstellbar aber doch noch gar nicht so lange her) nur Trinkwasser aus eigenen Brunnen. Für uns Gartenbesitzer hieß das: Wasser in Kanistern von zu Hause mitbringen oder aus einem öffentlichen Brunnen von der Ortsmitte Altenhain holen (sehr steile sich unendlich hinziehende baumlose Straße – bei 30° im Schatten ein Hochgenuss!) Soviel, liebe Besucher unserer Chronikseite, zu unserer Vergangenheit. Mittlerweile sind 30 unvorstellbar ereignisreiche Gartenspartenjahre ins Land gegangen und in einigen Gärten tummeln sich schon die Enkelkinder. Die Verpachtungsrate unserer Gärten spricht für unsere Anlage und zeigt uns, dass wir in unserem Vereinsleben auf einem guten Weg waren und sind!